Pressecorner 2017

Mikl-Leitner und Schwarz zum heutigen Internationalen Frauentag

Auftakt für „Liese Prokop-Frauenpreis 2017"
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz präsentierten anlässlich des Internationalen Frauentages den Liese Prokop Frauenpreis 2017. Die Glasskulptur hat Künstlerin Eva Lobmayr gestaltet. (v.l.n.r.) (© NÖ Landespressedienst/Pfeiffer)
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Frauen-Landesrätin Barbara Schwarz präsentierten anlässlich des Internationalen Frauentages den Liese Prokop-Frauenpreis 2017. Die Glasskulptur hat Künstlerin Eva Lobmayr gestaltet. (v.l.n.r.) (© NÖ Landespressedienst/Pfeiffer)

„Heute begehen wir den Internationalen Frauentag", startete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner in die heutige Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten, bei der sie gemeinsam mit Landesrätin Barbara Schwarz über den Internationalen Frauentag und den „Liese Prokop Frauenpreis-2017" informierte.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten sei sehr viel passiert, betonte Mikl-Leitner, dass es rückblickend immer die Frauen gewesen seien, „die dafür gekämpft haben, um mehr Rechte zu bekommen - um wählen zu dürfen, um arbeiten gehen zu dürfen, um Gleichstellung zu erreichen". Mikl-Leitner sprach von einer „aktiven Frauenpolitik" und „mutigen Frauen, die für ihre Rechte gekämpft haben". „Bis heute sind es die Frauen, die für ihre Rechte und Gleichstellung eintreten", so die Landeshauptfrau.

Auch heute gebe es noch tradierte Rollenbilder, die auch gelebt werden würden. „Nach wie vor gibt es zu wenig Frauen in Führungspositionen", führte Mikl-Leitner aus, dass man dies ändern wolle. Frauen seien der Hauptanteil der Bevölkerung und damit seien sie „eine tragende Säule in der Gesellschaft, für das Wirtschaftswachstum und für die nachhaltige Entwicklung". Die Landeshauptfrau bedankte sich bei der zuständigen Landesrätin Schwarz, dass im Land Niederösterreich bereits sehr viel passiert sei, insbesondere gebe es auch Maßnahmen, um Frauen in die Politik und in Führungspositionen zu bringen.

Bei der Anzahl der Bürgermeisterinnen liege Niederösterreich mit elf Prozent im Bundesländer-Ranking vorne, das sei aber kein Wert, mit dem man zufrieden sei, so Mikl-Leitner. Sie freue sich, dass die zukünftige Landesregierung aus vier Frauen und fünf Männern bestehen werde. „Diese vier Frauen bringen viel Erfahrung mit und wir werden diese für die Gleichstellung der Frauen einsetzen", so die Landeshauptfrau.

„Liese Prokop ist eine der ersten Frauen in Spitzenfunktionen in der Politik gewesen", führte Mikl-Leitner aus, dass diese „für sehr viele ein großes Vorbild" sei und es ihr eine Ehre sei, Prokop in ihren Funktionen als Innenministerin und Landeshauptmann-Stellvertreterin nachfolgen zu dürfen. Man werde heuer den „Liese Prokop-Frauenpreis" zum vierten Mal verleihen. „Wir wollen damit Frauen auszeichnen, die für die Gesellschaft Besonderes geleistet haben", so die Landeshauptfrau. „Wir wollen die Leistungen von Frauen sichtbar machen", so Mikl-Leitner über das Ziel des Preises. Ab sofort werde man mit der Ausschreibung beginnen. Bis 31. Juli könne eingereicht werden. Vergeben werde der Preis an zwölf Frauen in vier Kategorien: 1. Wirtschaft und Unternehmertum, 2. Wissenschaft und Technologie, 3. Kunst, Kultur und Medien, 4. Soziales und Generationen.

Landesrätin Schwarz ergänzte, dass der „Liese Prokop-Frauenpreis" „an eine sehr starke tolle Frau erinnert", die nicht nur in ihren Funktionen Vorbild sei, sondern die auch „menschlich eine vorbildhafte Frau" sei. Prokop habe im Sozialbereich sehr viel aufgebaut und daran arbeite man weiter. Mit dem „Liese Prokop-Frauenpreis" solle ihr Lebenswerk mitbeleuchtet werden und man wolle damit „außergewöhnliche Frauen vor den Vorhang bitten". Man bitte Institutionen, Vereine, Gemeinden, Unternehmen darum, Frauen zu nominieren - das könnten politisch und wirtschaftlich erfolgreiche Frauen seien, das könnten aber auch Frauen seien, die durch ihr soziales ehrenamtliches Engagement die Gesellschaft bereichern. „Frauen bewegen in unserer Gesellschaft unglaublich viel", so Schwarz. Dies würden sie aber „nicht so laut wie Männer" tun.

Kriterien für den „Liese Prokop-Frauenpreis" seien die Verbindung zu Niederösterreich durch Geburts-, Wohn- oder Wirkungsort und die Bedeutung der Leistung für Niederösterreich, die Vorbildwirkung, es solle eine Leistung sein, die nicht alltäglich ist und diese solle eine nachhaltige Wirkung haben, führte Schwarz aus. Der Hauptpreis sei mit 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung werde im Spätherbst 2017 stattfinden.

Zum Thema Vorbild hob Schwarz weiters die Mentoringprogramme des Landes Niederösterreich für Frauen hervor: „Wir haben ein Politik-Mentoringprogramm für Frauen, die sich für Politik interessieren und wir haben ein regionales Mentoringprogramm für Frauen, die sich zum Beispiel unternehmerisch weiterentwickeln wollen." Derzeit laufe außerdem gerade die Veranstaltungsreihe „beherzt engagiert", die Frauen in den Mittelpunkt stelle und Ende März in Mautern ihren Abschluss finde. Wichtig sei es, Frauen zu ermutigen, Dinge anzugehen, führte die Landesrätin aus, dass man etwa Mädchen, die technische Begabungen hätten, dazu ermutigen wolle, einen technischen Beruf zu ergreifen. Außerdem setze das Land Niederösterreich auch viele Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, so Schwarz.

Nähere Informationen: Büro LH Mikl-Leitner, Hermann Muhr, Telefon 0664/826 78 89, e-mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Büro LR Schwarz (FH) Dieter Kraus, Telefon 02742/9005-12655, e-mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!